SourceCheck

„Fake News“, gefälschte Nachrichten, bedeuten Mehrarbeit für Journalisten. Nicht allein, weil es mehr fragwürdige Fakten zu überprüfen gibt. Die Zahl der fragwürdigen Quellen selbst steigt. Eine Facebook-Seite ist schnell angelegt, Impressum-Pflicht und andere rechtliche Vorgaben werden häufig nicht eingehalten. Und so steht vor dem Faktencheck der Quellencheck. Dabei soll der SourceCheck helfen.

Kern des SourceCheck sind verifizierte Informationen über eine Web-Quelle – ob Blog, Facebook-Seite, Online-Medium oder YouTube-Channel. Die Quelldatenbank wird von der APA-Redaktion gepflegt und ergänzt. Die wichtigsten Informationen sind auf den ersten Blick zu erkennen: Wird der Betreiber des Mediums offengelegt? Schon das ist ein wesentliches Kriterium für die Güte eines Informationsverbreiters. Handelt es sich um eine gewerbliche Seite? Ergänzt wird dieser erste Überblick um laufend aggregierte Reichweiten- und Aktivitätsdaten.

In der Detailansicht bietet der SourceCheck Hintergrund-Infos zur betreffenden Quelle. Dazu gehört die zentrale Frage, wer die Informationen verbreitet – und mit welcher Motivation und Expertise. Die Selbstbeschreibung der Betreiber bzw. des Mediums wird ebenso berücksichtigt wie eine allfällige Rezeptionsgeschichte. Auch das Wissen über parteipolitische, wirtschaftliche oder zivilgesellschaftliche Naheverhältnisse hilft, eine Quelle einzuordnen. Und schließlich ist relevant, ob journalistische Grundsätze oder Kodizes – etwa der Ehrenkodex der österreichischen Presse – akzeptiert und eingehalten werden.

Resultat ist ein kompaktes Quellenporträt, das Journalisten dabei unterstützt, den Verbreiter einer Information rasch einzuordnen. Im besten Fall erspart die Verifizierung durch die APA-Redaktion ihnen damit einen zusätzlichen Rechercheschritt. Im weiteren Ausbau soll der SourceCheck auch in der Lage sein, bisher unbekannte Quellen, die Trending Content streuen, rasch aufzuspüren und zu porträtieren. Zugleich ist die Möglichkeit angedacht, Medieninhabern anzubieten, ihre Medien zum SourceCheck einzureichen.

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Die angezeigten Testdaten sind nicht repräsentativ für den tatsächlichen Quellenbestand!

 

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